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6. Etappe: Montepulciano - Ancona


Nimmt man es genau, ist die 6. Etappe eigentlich nur ein Tagesausflug – aber ein intensiver Tagesausflug…

Unweit von Montalcino und auf dem Weg nach Ancona liegt Montepulciano. Ein nicht minder berühmter Weinbauort und so ist es klar, dass ich dort stoppen werde. Besser wäre es gewesen, einen ganzen Tag und eine Nacht dort einzuplanen – aber nachher ist man immer klüger. Und da ich mich fast nie vorher über meine Reiseziele informiere, sind Überraschungen quasi vorprogrammiert.

Die besten und bekanntesten Weine werden als Vino Nobile di Montepulciano

vermarktet. Die Regeln sind ähnlich streng wie für den Brunello. Allerdings muss die Sangiovese-Traube nur 70 % Anteil am Wein haben. Bis zu 30 % sind Beimischungen anderer in der Toscana zugelassener Trauben möglich. Für den Namenzusatz „Vino Nobile“ werden zwei Versionen als Erklärung angeboten:


Seinen Namen erhielt der „edle Wein“, weil er für Papst Paul III., der aus Montepulciano stammte, auf dessen Wunsch reserviert wurde. Eine alternative Erklärung für den Namen des Weines ist die Tatsache, dass es nur vornehmen Familien (Adel, Patriziat) erlaubt war, diesen Wein herzustellen. (Wikipedia)



Die Stadt selbst ist deutlich grösser als Montalcino und in ihren Ursprüngen auch etwas älter und geht auf die Jahre um 750 v.Chr. zurück.




Die Altstadt auf dem Hügel ist von recht steilen und engen Gassen geprägt, die Gebäude stammen mehrheitlich aus der Zeit der Renaissance. Ausnahmen bilden die Burg, der Palazzo Pubblico aus dem 14. Jahrhundert und das Portal der Kirche Santa Maria (13. Jahrhundert).


Auch Montepulciano möchte ich gerne noch einmal mit mehr Zeit besuchen.



Weiter geht es am Lago Trasimeno vorbei.




Die Provinzhauptstadt Perugia – eine ebenfalls wunderschöne Stadt – kenne ich von einem früheren Besuch und umfahre sie nördlich, um Zeit zu sparen. Ich möchte nämlich nicht über eine Schnellstraße fahren, sondern den einen oder anderen kleinen Pass unter die Räder nehmen. Und so ist es auch schon später Nachmittag als in Ancona im SeePort Hotel eintreffe. Das Hotel ist recht modern und liegt oberhalb vom Hafen mit herrlichem Blick über das Hafengelände. In Ermangelung eines Parkplatzes stelle ich mich in die Hotelvorfahrt – die ersten kritischen (wie ich dachte) Blick von Angestellten bei der Zigarettenpause beobachten mich beim Ausladen meines Gepäcks. Auf meine Frage an der Rezeption, wo ich alternativ parken kann, versichert mir die charmante Hotelmanagerin, dass ich selbstverständlich mit meinen wunderschönen Alfa die ganz Nacht dort stehen bleiben kann!


Gerne will ich mir die Beine noch etwas vertreten und begeben mich vor dem Abendessen in die Nahe Innenstadt – mit Folgen. Mein flüchtiger Blick in die Auslagen eines Schreibwarenladens bleiben nämlich an einer neuen


Special Edition von Montblanc hängen. Great Characters – Enzo Ferrari


Als großer Fan der Marke Ferrari kann ich da natürlich nicht vorbei gehen, ohne mir den Füller genauer anzuschauen. Der Verkäufer ist ausgesprochen zuvorkommend und teilt meine Begeisterung. Der Preis ist – sagen wir mal – für diesen Füllfederhalter angemessen…

Das passende Tintenfass bekomme ich als Geschenk dazu.



Enzo Ferrari hat seine Karriere übrigens als Werksfahrer in den 20iger Jahren beim Rennstall Alfa Rome begonnen. Im Jahr 1920 wurde Enzo Ferrari Chefwerksfahrer der Alfa-Crew, nachdem er bei der Targa Florio den zweiten Platz gewann. In den 47 Rennen, an denen Enzo Ferrari als Fahrer teilnahm, holte er über ein Dutzend Siege für Alfa-Romeo und war damit Italiens erfolgreichster Rennfahrer.


Den wunderschönen Abend habe ich im hoteleigenen Restaurant bei hervor-ragendem Essen, gutem Wein und mit einen Traumblick in der Abendsonne über den Hafen ausklingen lassen.






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